25. April 2022

Zeitzeugen Erwin Farkas und Martin Hecht

Die Holocaustüberlebenden Erwin Farkas und Martin Hecht haben zwei elfte Klassen der FOS besucht, um den Schülerinnen und Schülern von ihren Schicksalen in der Nazidiktatur zu erzählen. Zahlreiche Familienmitglieder, von welchen sie begleitet wurden, ergänzten teils noch Informationen.

Die beiden Zeitzeugen erinnerten sich für die Klassen an ihre Zeit im Konzentrationslager und als Zwangsarbeiter oder auch an den Todesmarsch und erzählten alles sehr detailliert und anschaulich. Beide Männer, inzwischen über 90 Jahre alt, aber noch fit, besuchten das Kloster in Indersdorf, in das sie als junge Überlebende des Holocausts nach einem langen Leidensweg unmittelbar nach Ende des Krieges gekommen waren. Die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen hatte hier ein internationales Kinderzentrum gegründet, denn die Kinder und Jugendlichen waren, nachdem sie dem NS-Regime entronnen waren, oft ohne Eltern oder Familienangehörige auf sich allein gestellt und benötigten Hilfe. In Indersdorf erhielten sie zunächst die nötige Versorgung, aber auch pädagogische Unterstützung, um wieder im Leben Fuß fassen zu können. Maßgeblich war damit die Sozialarbeiterin Greta Fischer betraut. So benennt auch Anna Andlauer, die die Geschichte der Überlebenden des Kinderheims Kloster Indersdorf erforscht, ihr Buch „Zurück ins Leben“. Es war für beide eine sehr prägende Zeit, doch Martin Hecht erklärt, dass sein Lebensmotto „don’t worry be happy“ ist und auch schon immer war.

Wir bedanken uns ganz herzlich für den Besuch der beiden Herren, die uns an ihren Erlebnissen so unmittelbar teilhaben ließen, und für die Begleitung und Organisation durch Anna Andlauer und zwei Moderatorinnen, die diese eindrucksvolle Begegnung ermöglicht haben!